Rope Bursting System

Bei der Entwicklung des Rope Bursting System war unsere oberstes Ziel, die Anlagen so sicher und effektive zu konstruieren wie es der Stand der Technik zulässt. Durch den Einsatz eines speziellen Stahlseiles als Zugmedium und einer revolutionären Klemmtechnik konnte ein Quantensprung im Bereich Rohrsanierung erreicht werden.

          

Was versteht man unter „Rohrsanierung“?
Rohrsanierung bedeutet, dass ein vorhandenes Produktrohr durch ein neues ersetzt wird, ohne das die Altleitung offen gelegt wird.

 
 

Somit ergeben sich folgende Hauptverfahren:

1. Berstlining

Das Berstlining- Verfahren ist das klassische grabenlose Erneuerungsverfahren für defekte Ver- und Entsorgungsleitungen seit Mitte der 80´er Jahre. Hierbei wird ein Zugseil in die vorhandene Altleitung gezogen. Entsprechend des vorhandenen Altmaterials der Leitung wird ein Schneidwerkzeug und eine konisch geformte Aufweitung angehängt. Danach wird mit hydraulischen Zugkräften ausgehend von der Maschinengrube oder vom Maschinenschacht die Leitung geborsten und gleichzeitig das Neurohr eingezogen.

 
Vorteile:

Leitungsquerschnitt bleibt erhalten, kann sogar vergrößert werden.

  • Komplett neuwertige Rohrleitung wird verlegt, mit dementsprechender Abschreibungszeit (z.B. 80-100 Jahre)
  • Einziehlängen über große Distanzen sind möglich
  • Bei Extremschäden der Altleitung sicher anwendbar
  • Flexibel hinsichtlich der Neurohrmaterialwünsche der Auftraggeber
  • Fast alle gängigen Werkstoffe und Verbindungen im Rohrleitungsbau sind mittels Berstlining erneuerbar
  • Einsetzbar aus Gruben bzw. aus Schächten


 


 
 

2. Kaliberberstling

Das Kaliber-Berstverfahren ist ein Sanierungsverfahren für schwere Schadensfälle (z.B. Schadensstufe 3) in der Altleitung. Im Unterschied zum herkömmlichen Berstlining wird eine Aufweitung verwendet, welche nur geringfügig kleiner ist als die Nennweite des Altrohres (z.B. Alt DN 300 -> Neu DA 290). Außer dem ist das Neurohr im Außendurchmesser unwesentlich kleiner als die Nennweite des Altrohres.

 
Vorteile:

  • Hausanschlüsse können evtl. sogar grabenlos angeschlossen werden
  • Komplett neuwertige Rohrleitung wird verlegt, mit dementsprechender Abschreibungszeit (Lebendauer ca. 80-100 Jahre)
  • Einziehlängen über große Distanzen sind möglich
  • Bei Extremschäden der Altleitung sicher anwendbar
  • Flexibel hinsichtlich der Neurohrmaterialwünsche der Auftraggeber

 
 

3. Tight In Pipe (TIP-Verfahren)

Dieses neue Relining- Verfahren ohne Ringspalt findet im Unterschied zum Kaliberberstlining seine Anwendung bei leichteren Schäden und Ovalitäten des Altrohres.

Hierbei wird ein Neurohr eingezogen, welches nach Sanierung innen eng am Altrohr anliegt. (z.B. Alt DN 300 -> Neu DA 290), was die Ringraumverdämmung weder erforderlich noch technisch möglich macht.

Die Hausanschlüsse sind bei Rohrdimensionen ab DN 250 grabenlos mit Robotertechnik anschließbar. Darüber hinaus sind die Schachtvorarbeiten beim rechtwinkligen Einlauf der Kanäle am geringsten. Im Optimalfall brauchen keine Stemmarbeiten an den Schächten durchgeführt werden. Allerdings muss mit erhöhten Reibungskräften zwischen Alt- und Neurohr beim Einzug kalkuliert werden, so dass eine besondere Einziehtechnik erforderlich ist. 

 
 


 

 

4. Relining (Rohr-in-Rohr)

Hierbei wird das Altrohr gereinigt und anschließend kalibriert. In Abhängigkeit vom Kalibrierergebnis wird der Außendurchmesser des Neurohres gewählt. Das Neurohr wird anschließend in das Altrohr eingezogen. Man unterscheidet zwischen Kurzrohrrelining, Langrohrrelining und Rohrstrangrelining.

 
Vorteil:

  • Technischer Aufwand sehr gering
  • Große Einziehstrecken möglich
  • Flexibel hinsichtlich der Auswahl von Neurohrmaterialien

 
 

5. Swagelining

Bei diesem Verfahren wird ein PE – Rohr mit einem Aussendurchmesser, größer als der Innendurchmesser der vorhandenen Leitung, eingezogen. Dieses geschieht, indem das Neurohr durch eine Art Trichter / Konus gezogen wird und dabei in seinem Durchmesser reduziert wird. Solange nun an diesem Rohrstrang gezogen wird, behält das neue Rohr seinen kleineren Durchmesser und lässt sich mit einer relativen konstanten Kraft, mit einem Ringraum um dieses, einziehen. Wird nach Erreichen der Endposition des neuen Rohres die Zugkraft zurück gefahren, „erinnert“ sich da Neurohr an seinen ursprünglichen Aussendurchmesser, dehnt sich aus und sitzt dann „close fit“ in dem Altrohr.

 
Vorteile:

  • Sehr lange Einzugsstrecken realisierbar
  • Fester Sitz des Neurohres in dem Altrohr
  • Relativ konstante Einzugskraft
  • Kurven und Überbögen sind kein Hindernis

 
 
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